Wie alles anfing - Part 2

Magdalena:

Ich, Magdalena, Alexandras Tochter, kann mich erinnern, schon als elfjähriges Kind den Gedanken geäußert zu haben, wenn ich groß bin mit Mama Bücher zu schreiben und Seminare halten zu wollen. Damals lag mir besonders die Eltern-Kindbeziehung am Herzen. Mich verwunderten die Probleme zwischen meinen Freunden und ihren Eltern, und weil ich besonders die Mutter-Tochter-Beziehung ganz anders erlebte, wollte ich ihnen zeigen, was alles möglich ist. Rückblickend kann ich sagen, dass die Eltern-Kindbeziehung nur ein Aspekt des übergeordneten Themas Verbundenheit ist. Im Laufe der Zeit hat sich dieses Bild meiner Zukunft kaum geändert. Es hat sich viel mehr erweitert zu dem allumfassenden Projekt Living Gaia.

Ich habe vier Jahre im Ausland verbracht: zwei Jahre in England auf einem Internat, ein halbes Jahr in Brasilien, im Heilungsbiotop Tamera, und ein Jahr an der Universität in Schottland. Ich habe genug Erfahrung gesammelt, um sicher zu wissen, dass ich mein Leben meiner Vision der Verbundenheit widmen will.

Die konkrete Vision ist im Sommer 2009 entstanden, als Mama und Ich zusammen in Tamera waren. Ich belegte einen viermonatigen Kurs, während dessen ich das Leben dort gut kennen gelernt habe. Die Naturverbundenheit und zwischenmenschliche Wärme der Gemeinschaft, der authentische Umgang mit allen Gefühlen und die Offenheit neue Wege zu gehen, haben mich tief berührt. Und mir wurde klar, dass ich darauf nicht mein Leben lang verzichten will. Mama und Ich lagen an einem Abend zusammen im Bett und auf einmal habe ich so deutlich wie noch nie gesagt, dass ich zu Mama gekommen bin, um sie zu unterstützen. Ich bin zu ihr gekommen, damit wir gemeinsam die Vision verwirklichen, das weibliche Prinzip der Fülle und Verbundenheit Männern und Frauen bewusster zu machen, zu seiner Ermächtigung in der Welt beizutragen und es selber zu leben.

Alexandra:

Magdalena hatte schon oft geäußert, dass sie ihr Leben mit mir leben will und mit mir gemeinsam arbeiten und etwas hervorbringen wolle. Ich, als ihre Mutter war damit immer sehr vorsichtig und habe das nicht so ernst genommen. Ich dachte, sie muss ihren eigenen Weg finden und dass sich ihre Vorstellungen sicherlich noch ändern würden. An diesem Abend in Tamera ließ ich ihre sehr bewusste und klare Äußerung zum ersten Mal wirklich an mein Herz und “hörte” sie. Und auf einmal machte alles Sinn. Magdalena hatte ich schon so empfangen: Sie hatte die einzige mögliche Lücke gefunden, die sich bot. Sie war vom ersten Moment ihres Lebens an sehr präsent und fortan immer an “mir dran”. In Tamera verstand ich die Bedeutung dessen noch mal auf einer ganz anderen Ebene. Von diesem Moment an begannen wir gemeinsam zu visionieren und unser Leben immer mehr auf diese gemeinsame Absicht auszurichten.

Magdalena:

Am darauf folgenden Tag, meinem Geburtstag, machten wir eine Zeremonie zu zweit im Steinkreis von Tamera. Am nächsten Vollmond führte Starhawk mit allen Anwesenden ein Spiraldance Ritual durch, und während dessen legten wir den ersten Grundstein für unser zukünftiges Heilungsbiotop. Damals planten wir noch unser Projekt im Umkreis von Berlin anzusiedeln.