Landeigentum für die Huni Kuin

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Indigene Gruppen zu schützen und zu stärken, schützt auch den Regenwald. Satellitenbilder zeigen deutlich, dass nur die von Indigenen bewohnten Gebiete in Brasilien kaum Abholzung erfahren haben.

Zum Schutz des Waldes und seiner Bewohner planen wir, den Huni Kuin zu ermöglichen, 16.800 Hektar Land in der Gemeinde Jordão zu kaufen.

Das zum Verkauf stehende Land befindet sich zwischen dem Land der Huni Kuin und unkontaktierten Gruppen, die von Peru nach Brasilien zurückgedrängt werden. Wir möchten, dass beide Gruppen von diesem Kauf profitieren. Das zu kaufende Stück Land ist zu etwa einem Drittel gerodet und soll wieder aufgeforstet werden. Das Farmland ist von intakten Wäldern umgeben. Wir hoffen, dass sich durch die Aufforstung auch die Bestände wildlebender Tiere in dieser Region wieder erholen können. Zudem soll ein Zentrum für Dialog und Austausch errichtet werden.

Unkontaktierte indigene Gruppen

Vom Volk der Huni Kuin gibt es Gruppen, die nach dem ersten Kontakt mit Kautschuksammlern über die Grenze nach Peru geflohen sind und seither isoliert leben. Während der letzten zehn Jahre wurden sie aufgrund der Aktivitäten großer Konzerne auf peruanischer Seite nach Brasilien zurückgedrängt.

Das zu kaufende Stück Land wird als Pufferzone zwischen den kontaktierten und den unkontaktierten Huni Kuin dienen, die Verwandte und Freunde sind.

 

Die Huni Kuin leben in 32 Dörfern entlang der Flüsse Jordão und Tarauacá in der Nähe des Dorfes Jordão im Bundesstaat Acre, Brasilien.

Was kann ich tun?
Spenden Sie auf unser Vereinskonto!
Eine Spendenbescheinigung wird Ihnen am nächsten Quartalsanfang per E-Mail (auf Wunsch auch per Post) zugesandt. Bitte senden Sie dazu Ihren Namen, Adresse, Überweisungsdatum und Betrag per E-Mail an kontakt@living-gaia.org.
 
Living Gaia e.V.
IBAN: DE48 4306 0967 1150 1986 00
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: Amazonas Landkauf
 
oder per SEPA-Lastschriftmandat (einmalig oder als wiederkehrende Zahlung)

 

Neuigkeiten zum Landkaufprojekt

Momentan sind wir dabei, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um in Brasilien gemeinsam mit Vertretern der Huni Kuin und weiteren Vertrauenspersonen aus Brasilien eine Stiftung zu gründen. Diese kann dann den Landkauf in Gang setzen. Ziel ist es also, die Stiftung zur Eigentümerin des Territoriums zu machen.
Der Stammeshäuptling Siã Huni Kuin auf dem zum Verkauf stehenden Stück Land
Pedro und Rodrigo, unsere Partner in Brasilien haben die Landdokumente von Anwälten prüfen lassen. Es hat sich herausgestellt, dass die Dokumente im Moment den sofortigen Kauf von 5.300 Hektar des Territoriums zulassen würden. Für die restlichen 11.500 Hektar muss der Eigentümer die rechtmäßigen Papiere noch nachreichen. Dies wird er sicherlich in dem Moment ankurbeln, wenn der erste Teil des Geldes überwiesen ist.

Um also diese 5.300 Hektar zu kaufen, werden umgerechnet insgesamt 250.000 Euro benötigt, wovon wir 120.000 Euro bereits haben. Da leider auch immer wieder eigene Ausgaben anfallen, kommen wir gerade nur langsam vorwärts. Das wird sich mit der Unterstützung von Panorama3000 hoffentlich bald ändern.
 
Wichtig ist, im Kopf zu behalten, dass der Kauf dieser 5.300 Hektar nur der 1. Schritt ist.
Ziel ist auf jeden Fall, für das restliche Territorium einen Vertrag zwischen Stiftung und dem Eigentümer machen, damit wir den Rest (11.800 Hektar) ebenfalls in Eigentum der Stiftung bringen können, sobald wir das Geld dafür zusammen haben. Dafür benötigen wir dann noch mal circa 500.000 Euro nur um das Land zu kaufen.
Dann geht die Wiederaufforstung der abgeholzten Teile (circa 300 Hektar los). Das langfristige Ziel ist es, auf dem Stück Land ein Begegnungszentrum für interkulturellen Austausch und Bildung zu errichten. Es gibt also noch viel zu tun und wir arbeiten uns vorwärts.
(Stand: 14.10.2020)
 
 

Projekt Kit

Amazonas Landkauf Projekt

Die Zerstörung des Regenwaldes

Die 2018 gewählte brasilianische Regierung fördert aktiv die Ausbeutung und Zerstörung des Regenwaldes, indem sie neue Gesetze erlässt und die Arbeits- und Finanzmittel für die Umweltbehörde (IBAMA), die Nationale Stiftung für indigene Völker (FUNAI) und das Nationale Institut für Weltraumforschung (INPE) einschränkt.

Der artenreiche Lebensraum der indigenen Bevölkerung wird für illegalen Holzabbau, Bergbau, Steinbrüche, Soja- und Zuckerrohrplantagen zerstört. Seit der Wahl des amtierenden Präsidenten hat die Entwaldung im Amazonasgebiet dramatisch zugenommen.

Die Landrechte der indigenen Bevölkerung, die in der brasilianischen Verfassung dokumentiert sind, wurden faktisch abgeschafft. Im Jahr 2019 waren die Stammesgebiete und Nationalparks stärker als je zuvor der invasiven Zerstörung ausgesetzt. Der größte Teil des gerodeten Landes wird für intensive Viehzucht und Landwirtschaft genutzt. Als Folge der großflächigen Abholzung erwärmt sich das Klima. Dürren und Überschwemmungen nehmen zu.

Die für den Regenwald typische dünne Humusschicht erodiert schnell und es kommt zur Wüstenbildung.

Lassen Sie uns gemeinsam dieses wertvolle Biotop mit seiner außergewöhnlichen, einzigartigen Flora und Fauna schützen:
Für die Huni Kuin, für die Tiere, für die Pflanzen, und im globalen Maßstab auch für uns und unsere Zukunft.