Was bedeutet holistisch?

Das griechische Wort „holos“ bedeutet „ganz“.
In der griechischen Antike wurde die Vorstellung der Welt als „ein in sich Ganzes“ (Kosmos) philosophisch begründet. Ausgehend von der ionischen Naturphilosophie beschäftigten sich insbesondere Platon und Aristoteles eingehend mit einem ganzheitlichen Naturverständnis. Aristoteles' berühmter Satz „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ bringt in wenigen Worten den Kern holistischen Denkens auf den Punkt.

Den Begriff 'Holismus' prägte der Südafrikaner Jan Christiaan Smuts (1870-1950). Doch schon Aristoteles lehrte, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Teile. Den systematischen Ansatz erarbeitete als Erster der englische Biologe John Scott Haldane.

Der Holismus betrachtet gegebene Daseinsformen als etwas Ganzes und nicht als etwas aus Teilen Zusammengesetztes. Erst der Zusammenhang der Bestandteile bewirkt die Struktur der Ganzheit. Es bedeutet, die Verbundenheit von allem mit allem mit einzubeziehen.

Philosophische Lehre

Holismus, auch „Ganzheitslehre“ genannt, ist eine philosophische Lehre. Sie betrachtet in der Natur vorhandene Systeme als Teile eines größeren Ganzen. Diese Betrachtungsweise schließt immer mit ein, dass ein System nur verstanden werden kann, wenn man es im größeren Zusammenhang studiert. Somit kann aus dem spezifischen Studium der in einem System inhärenten Komponenten nie eine präzise Aussage über das System als Ganzes und seine Funktionen und Wechselwirkungen mit anderen Systemen abgeleitet werden.

Die unüberschaubare Komplexität von Systeminteraktionen zeigt sich sehr deutlich in der Schwierigkeit, präzise Wetterprognosen zu erstellen oder den Klimawandel zu berechnen. Systemtheoretische Aspekte, welche ein ganzheitliches Verständnis der Natur unterstützen, sind beispielsweise die Selbstorganisation biologischer Systeme und die ihr innewohnende Nichtlinearität.

Holistisches Denken ist mit Bestimmtheit sehr alt. Naturnah lebende Völker sind zwingend darauf angewiesen, größtmögliche Zusammenhänge in ihrer Umwelt zu verstehen. In der Abhängigkeit von komplexen Ökosystemen liegt auch die Notwendigkeit, diese zu erhalten.

Bezug zu Living Gaia

Die holistische Denkweise bildet die Basis für unser Heilungsbiotop in Brasilien und unsere Projekte vor Ort. Das Heilungsbiotop soll nicht nur uns Menschen ein Ort für positive Transformation sein, sondern auch die Natur der näheren Umgebung miteinbeziehen. Mit dem Anlegen von Wasserretentionsräumen wollen wir den natürlichen Wasserkreislauf dieser Gegend unterstützen. Von diesen Maßnahmen profitiert auch die lokale Pflanzen- und Tierwelt.

Diesbezüglich große Bedeutung hat ebenfalls unser Landkaufprojekt in Acre. Das 16'000 ha große Stück Land, das die Huni Kuin mit unserer Unterstützung kaufen wollen, soll unbedingt erhalten werden und den Huni Kuin und den wilden Tieren eine neue (alte) Heimat bieten.

Schamanismus

Der Schamanismus ist die älteste holistische Methode, derer sich Menschen über lange Zeiträume hinweg bedient haben. Alexander Zick hat in einem Arbeitspapier des Fachbereichs Wirtschaft der FH Hannover anhand des Schamanismus verdeutlicht, was mit holistisch gemeint ist: In der schamanischen Weltsicht ist der Mensch Teil des Kosmos und die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und den Mitgeschöpfen steht im Mittelpunkt des Interesses.

Schamanen nehmen vor allem Vermittlerfunktionen zwischen Diesseits und Jenseits, Menschen und Geistmächten, Lebenden und Toten (Ahnen) wahr. Das ist existenzunabdinglich, da die Welten ein komplementäres Ganzes bilden, Wohl- und Fehlverhalten in ihren Auswirkungen niemals lokal auf eine beschränkt bleiben, sondern immer die anderen, das heißt die gesamte Natur mit beeinflussen. Im Schamanismus ist die Wissenschaft nur ein Erklärungsfaktor unter vielen. Sie steht mit anderen Erklärungsfaktoren in Beziehung, um Phänomene verschiedener Wissensebenen und miteinander verknüpfte Formen menschlicher Erfahrung, Wahrnehmung und Gefühle zu begreifen.

Auch der Kosmos, in seinen Teilen wie als Ganzes, verfügt nach diesen Vorstellungen über einen Willen, ein Bewusstsein und über Empfindungen. Alle Erscheinungen dieses schamanischen Universums beeinflussen sich gegenseitig in unterschiedlichem Maße und mit unterschiedlicher Kraft. Der Schamanismus bietet die notwendige Verbindung zur Erde, zur ursprünglichen, lebendigen Erde (die Erde begriffen als Lebewesen), zum Lebensraum, in dem der Mensch nur eine der Möglichkeiten ist. Schamanen arbeiten für eine harmonisches, friedliches Zusammenleben von Mensch und Natur bzw. von Natur und Mensch. Die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch braucht die Natur.

Dualismus contra Holismus

Die Unterschiede zwischen der von der westlichen Wissenschaft entwickelten Auffassung des Universums, der Natur, des Menschen und des Bewusstseins und derjenigen der vorindustriellen Gesellschaften (damit auch der schamanischen Kulturen) werden gewöhnlich mit der Überlegenheit der materialistischen Wissenschaft über den Aberglauben und das primitive magische Denken dieser Kulturen erklärt. Dem Schamanismus liegt mythisches und magisches Wissen zu Grunde, das nicht in unserem westlichen Sinn gelernt werden kann, sondern in das man initiiert wird und dass durch Erfahrung entsteht. Während die westliche Wissenschaft versucht, die Welt in unseren Kopf hineinzuziehen und dort zu sezieren, geht es bei den Schamanen bzw. im holistischen Denken darum, den Kopf in die Welt zu stecken und sich dort umzusehen und sie mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu erleben und dabei ganz zu lassen. Für den Schamanen gibt es keinen Dualismus, sondern ein zusammenhängendes Kontinuum: Alles ist miteinander verbunden und verwoben in einem endlosen Gewebe des Lebens. Der Schamane akzeptiert das ganze Leben als System der "Großen Mutter", an dem er nichts ändern kann und will. Es ist, wie es ist, und es bleibt, wie es ist, es wandelt sich nur.

Heute kultivieren wir hauptsächlich die Überzeugung, dass wir von der Natur und den spirituellen Reichen getrennt leben. So sehen wir uns häufig als Opfer der Umstände und des Lebens. Das westliche, atomistische Weltbild erkennt nur Materie und Bewegung als wirklich, das Ganze wird mit der Summe der Teile gleichgesetzt und lebende Systeme werden auf anorganische Materie reduziert, mit der Folge, dass die Natur letztlich als tot erscheint. Der Holismus aber sagt aus, dass Prozess, Form und Beziehung das Wichtigste sind, dass Ganzheiten Eigenschaften besitzen, die ihre Teile nicht haben, dass lebende Systeme, wie auch der Geist nicht auf ihre Komponenten reduzierbar sind, mit der Folge, dass die Natur als lebendig erscheint.

Das gesamte Gebäude der modernen Wissenschaft basierte auf der Sicht der Natur, die grundsätzlich in zwei getrennte und unabhängige Bereiche geteilt worden ist: Materie und Geist. Diese Sichtweise stellte die Basis für alle Wissenschaftler dar, die Materie als unbelebt und damit separat vom individuellen Selbst zu behandeln und die materielle Welt als profunde Akkumulation von individuellen Dingen mit von ihnen selbst getrennter Identität zu sehen, die eine gigantische Maschine mit einer gewissen Ordnung bilden.

Die Darstellung der verschiedenen Phänomene durch die Newtonsche Physik und ihre Bestätigungen erwiesen sich nur bekräftigend für die Philosophie von Descartes, des „Cogito ergo sum - Ich denke also bin ich“ so dass westliche Gesellschaften begannen, ihre Identität mit dem Verstand gleichzusetzen.

Die Physik brachte endgültig eine Aufweichung der starren, westlichen Rationalität: Im 19. Jahrhundert entstand die Wissenschaft der Thermodynamik, die die nicht umkehrbare Natur makroskopischer Prozesse als Folge der Wechselwirkungen innerhalb von kompletten Ansammlungen von Molekülen identifizierte und damit den Bruch der Zeitsymmetrie in der Physik einleitete.
So erhielt die Zeit eine Richtung, die von der Vergangenheit in die Zukunft verläuft. Aber die Thermodynamik des 19. Jahrhunderts erkannte lediglich die Bewegung auf einen Gleichgewichtszustand hin, einen Zustand maximaler Entropie. Ordnung kann auf diese Weise nicht entstehen, nur zerfallen.

Physikalische Phänomene waren eindeutig charakterisierbar: entweder als lokalisierbare Masseteilchen oder als räumlich-zeitlich kontinuierliche elektromagnetische Wellen, aber nicht beides zugleich. Die Quantenmechanik als Durchbruch im subatomaren Bereich zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte den entscheidenden Schritt zur Überwindung einer dualistischen Weltsicht dar. Es gab Experimente, die es nicht mehr zuließen, ein bestimmtes Objekt eindeutig als Masseteilchen oder eindeutig als elektromagnetische Welle zu klassifizieren.

Die philosophischen Konsequenzen dieses Phänomens sickern dennoch nur langsam ins Alltagsbewusstsein. Zulange wurde die radikale Getrenntheit kultiviert und in unserem gewohnten Denken fällt es immer noch schwer, zwei unterschiedliche Seinszustände gleichzeitig zuzulassen.  Offensichtlich verlangt es einige Übung, das holistische Weltbild wieder zu integrieren und mit den Erkenntnissen der Wissenschaft in Einklang zu bringen.

Mythologie

ca 6500 v. Chr., Chatal Höyük

Zur Zeit der kulturellen Mutterstufe lebte das Männliche und das Weibliche partnerschaftlich zusammen. Beide waren geborgen im Mütterlichen, in der großen Ernährerin, die alles hervorbrachte, wieder zu sich nahm und wieder neu hervorbrachte. Diese Urmutter, hier im Bild als Gebärende auf dem Leopardenthron findet sich auch noch zu patriarchalen Zeiten in der griechischen Urmutter Gaia. Hier ist sie die Urgottheit, die als erste und einzige aus dem Chaos entstand, sie ist als Urmutter die “Breitbrüstige Gaia”, Sitz aller Unsterblichen die “Mutter aller Götter”.

Gaia – die Mutter aller Götter

Gaias Bedeutung in der Mythologie wie im Kult liegt hauptsächlich in der Vorstellung über die Erde begründet. Aus dieser Vorstellung, die in allen Kontinenten und über sehr lange Epochen durchgängig verbreitet war leitet sich sowohl Gaias Hauptbedeutung als Muttergottheit ab, die alles Lebende hervorbringt und ernährt, als auch die einer Todesgottheit, die den Menschen nach dessen Tod in ihren Schoß aufnimmt. Delphi bedeutet “Schoß oder Gebärmutter” und es war das berühmte Orakel Griechendlands wo Mutter Erde als Göttin Gaia und ihre Schlangendrachin Phyton kultisch verehrt wurde.

Gaia, die Mutter aller Götter wurde mit fortschreitender Patri-archisierung von männlichen Göttern überstrahlt, deren Macht zunehmend vom Vater auf den Sohn überging. So geht nach Hesiod die Macht von Uranos an seinen Sohn Kronos und von diesem an seinen Sohn Zeus, der zum Hochgott und zum Göttervater des Olymp proklamiert wird. Dafür hat Zeus seine eigenen Vorfahren, das Titanengeschlecht, in einem mörderischen Kampf vernichtet und sich die Schöpferkraft und die chtonischen (erdhaften) Mächte, die bis dahin vor allem in den Händen großer Göttinnen lagen, gewaltsam angeeignet.

Patriarchisierung – die Entmachtung Gaias

So verschlang Zeus die Weisheitsgöttin Metis, als sie mit ihrer Tocher Athene schwanger ging, um dann die Göttin Athene als Kopfgeburt seinem Haupte entspringen zu lassen. Hinter der Weisheitsgöttin Metis verbirgt sich die altägyptische Göttin Maat bzw. die lybische Schlangengöttin Medusa, die beide die weibliche Weisheit repräsentieren. Zeus verschlingt sie und eignet sich hiermit die Fähigkeit an, die nur Müttern vorbehalten ist: Er gebiert Athene, allerdings aus dem Kopf, da ihm die lebensspendenden mütterlichen Organe fehlen. Diese Aneignung des weiblichen Geburtsaktes legt dann schießlich den endgültigen psychologischen Keim zur Rechtfertigung des Muttermordes und der tabuisierten Verdrängung der kulturellen Mutterstufe, die über einen Zeitraum von mindestens 150 000 Jahrn das Leben der Menschen auf ihrer lebensspendenden Mutter bestimmt hatte.

Gute Literatur zum Thema: Kirsten Ambruster, Das Muttertabu oder vom Beginn der Religion, edition courage

Die Gaia Hypothese

Die Gaia-Hypothese wurde von der Mikrobiologin Lynn Margulis und dem Chemiker, Biophysiker und Mediziner James Lovelock Mitte der 1960er-Jahre entwickelt. Sie besagt, dass die Erde und ihre gesamte Biosphäre wie ein Lebewesen betrachtet werden kann; in dem Sinn, dass die Biosphäre – die Gesamtheit aller Organismen – Bedingungen schafft und erhält, die nicht nur Leben, sondern auch eine Evolution komplexerer Organismen ermöglichen. Die Erdoberfläche bildet demnach ein dynamisches System, das die gesamte Biosphäre durch Rückkopplungsmechanismen stabilisiert. Diese Hypothese setzt eine bestimmte Definition von Leben voraus, wonach sich Lebewesen insbesondere durch die Fähigkeit zur Selbstorganisation beziehungsweise Autopoiesis auszeichnen. Die Bezeichnung leitet sich von Gaia, der Erdgöttin und Großen Mutter der griechischen Mythologie, ab. Aus der Gaia-Hypothese ist die Physiologie der Erde (Geophysiologie) entstanden.

Beispiel Sauerstoff

Molekularer Sauerstoff ist eine hochreaktive Substanz, die in kurzer Zeit Verbindungen mit anderen Elementen eingeht und so verschwindet. Eisen rostet, Holz verbrennt. Das Erstaunliche ist nun aber, dass der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre konstant ist: Egal, wie viel Eisen rostet und wie viel Holz verbrennt, der globale Sauerstoffgehalt bleibt unverändert. Besonders spannend werde dies, wenn man berücksichtigt, dass „fossile Luft“ aus Eisbohrkernen oder Bernstein eine sehr ähnliche, oft die gleiche Zusammensetzung aufweist wie die heutige. Offensichtlich hat sich, seit das Leben auf dem Land aktiv ist, der Sauerstoffgehalt der Luft nur unwesentlich verändert. Die Gaia-Hypothese besagt, dass das System „Leben“ selbst den Anteil stabil hält.

Beispiel Klimaschwankungen

Zunehmend verdichten sich die Hinweise, dass bis vor 600 Millionen Jahren das Klima extremen Schwankungen ausgesetzt war, die es seitdem nicht mehr gab. Zeitweise war die Erde demnach von einem Eispanzer regelrecht überzogen („Schneeball Erde“), während sie zu anderen Zeiten komplett eisfrei war. Kritiker der Gaia-Hypothese argumentieren deshalb, dass solche extremen Schwankungen der Idee einer im Gleichgewicht gehaltenen Erde widersprechen.

Befürworter sehen es umgekehrt: Eine Erklärung für diese frühen Klimaschwankungen ist, dass es in jener frühen Zeit (Präkambrium) noch keine komplexen Organismen mit Skeletten oder Kalkschalen gab. Denn das kalkhaltige Meeresplankton spielt heute eine enorme Rolle für den CO2-Haushalt der Meere. Wenn diese Organismen wachsen, nehmen sie Kohlenstoffdioxid (CO2) aus dem Wasser auf, und wenn sie wieder sterben, sinken sie mitsamt ihrer Kalkschale auf den Meeresgrund, wo sich dann im Laufe der Jahrmillionen massive Kalksedimente bilden. Auf diese Weise stabilisiert sich chemisch der CO2-Gehalt der Meere – damit indirekt auch der der Atmosphäre. Die Entstehung dieser Organismen hätte demzufolge dazu beigetragen, die Lebensbedingungen auf der Erde zu stabilisieren und somit zu verbessern.

Beispiel Salzgehalt der Meere

Der Salzgehalt der Meere liegt konstant bei 3,5 %. Obwohl vom Land weiterhin beträchtliche Mengen an Mineralien gelöst und ins Meer verfrachtet werden, ist der Salzgehalt seit Jahrmillionen nicht mehr gestiegen. Nimmt man an, dass die Mineralfracht in früheren Zeiten ähnlich hoch war wie heute, müsste inzwischen soviel Salz in den Meeren sein, dass höhere Lebensformen nicht mehr existieren könnten. Tatsächlich gibt es Prozesse, die Salz auch wieder aus dem Ozean entfernen. Hierzu gehört zum Einen die Bildung von Lagunen und abgeschlossenen Meeresbecken, in denen sich Meerwasser sammelt, verdunstet und sich auf diese Weise mächtige Salzablagerungen bilden. An der Bildung solcher Lagunen sind riffbildende Organismen beteiligt. Auch dies ist somit nach Lovelock ein Prozess, bei dem die Gemeinschaft der Lebewesen selbst dafür sorgt, dass ihre Lebensbedingungen erhalten bleiben. Zum Anderen werden Methylchlorid und Methyliodid durch Meeresalgen produziert und anschließend in die Atmosphäre freigesetzt. Auch durch diesen biologischen Prozess werden Salzbestandteile wie Chlor aus dem Meerwasser entfernt.

Geschichte

Die Ursprünge der Gaia-Hypothese liegen im wissenschaftlichen Hintergrund der beiden Forscher James Lovelock und Lynn Margulis. Der Geochemiker Lovelock befasste sich intensiv damit, wie die Biosphäre im Laufe der Erdgeschichte die Erdatmosphäre verändert hat und noch immer verändert. Ein Ergebnis dieser Überlegungen ist die CLAW-Hypothese, die Ende der 1980er Jahre formuliert wurde und sich auf den Zusammenhang von Phytoplankton und Weltklima bezieht. Diese Phänomene, schrieb Lovelock, sind nur verständlich, wenn der Planet als ein einziger lebender Organismus angesehen wird.

Verständnis von Leben

Der Gaia-Hypothese liegt ein systemtheoretisches Verständnis von Leben zu Grunde. Ein Lebewesen ist demnach ein offenes und Entropie-produzierendes System, das sich reaktiv und selbstorganisierend in einer Weise an seine Umgebung anpassen kann, dass es durch Entropie-Export seine Entropie dynamisch unterhalb seiner maximalen Entropie zu halten vermag (Autopoiese). Ein zentrales Kennzeichen von Lebewesen ist zudem die Fortpflanzung.

Quelle: Wikipedia

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